Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

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Hospiz…..Teil 2

Dr. Cicely Saunders

Fortsetzung von Teil 1

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Nach Abschluss des Medizinstudiums begann Cicely Saunders im St. Mary´s Hospital in Paddington Studien zur Schmerzbehandlung von unheilbar Kranken und arbeitete gleichzeitig im St. Joseph´s, einem Hospital für mittellose Sterbende in Bayswater. Dort etablierte sie einen Ansatz der Schmerzbehandlung, nach dem Schmerzmittel kontinuierlich nach Plan verabreicht wurde. Dieser Behandlungsplan war revolutionär, wurden doch vorher Schmerzmittel nur dann gegeben, wenn die Schmerzen des Patenten unerträglich geworden sind. Cicely Saunders erreichte damit sowohl die dauerhafte Reduktion der körperlichen Schmerzen als auch eine Minimierung der mit den Schmerzen verbundenen psychischen Leiden.

Nach umfangreichen Planungen und Sammlungen von  Spenden gründete sie 1967 das St. Christopher´s Hospice in London, benannt nach dem Schutzpatron der Reisenden. Das St. Christopher´s Hospice wurde nach und nach um eine Forschungsabteilung und ein Studienzentrum erweitert und gilt noch heute als Ausgangspunkt der modernen Hospizbewegung, die in den Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen hat. Ohne die Vision, das Engagement, die Kompetenz und die Persöhnlichkeit von Cicely Saunders wäre die Hospizbewegung – nicht nur in England, sondern international – nicht das, was sie heute ist.

Dame Cicely Saunders wurde von der englischen Königin geadelt. Sie arbeitete noch als 70 Jährige im Chefzimmer in Sydenham zwischen Büchern, Bildern, viel christlichem Zierrat  und Bergen von Papier. Und sie zitierte immer wieder David Tasma, wenn sie über St. Christophers und die Hospiz – Idee sprach: ” Ich werde ein Fenster in deinem Haus sein”.

Für sie und ihre Helfer, sagt Dame Cicely, bedeuten diese Sätze eine Verpflichtung zur bedingungslosen Offenheit im Umgang nicht nur mit den Sterbenden und den Trauernden, sondern auch miteinander; und sie bedeuten das unablässige Bemühen, bestmögliche Versorgung in den Dienst einer ganz persöhnlichen Fürsorge zu stellen.

Die Österreichische Hospizbewegung weiss sich besonders dem Ausspruch von Cicely Saunders verpflichtet:” Du bist wichtig, weil du du bist und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern leben kannst bis zuletzt”.

Den anderen sehen und auch sich selbst

den anderen zuhören und auch sich selbst

dem anderen geben und auch sich selbst

den anderen ernst nehmen und auch sich selbst

für den anderen sorgen und auch für sich selbst

für den anderen Zeit nehmen und auch für sich selbst

dem anderen Raum geben und auch sich selbst

den anderen lieben und auch sich selbst

von Max Feigenwinter

eure Christine

 

 

Missionieren …geht überall

image     Seit meinem 14 Lebensjahr habe ich im Herzen einen Wunsch: einmal auf Mission gehen, in ein Weisenhaus, bevorzugt wo vor allem Babys sind. Sie zu halten ihren Duft einzuatmen, sie zu wiegen und küssen und einfach fest im Arm halten. Aber wie das Leben oft so spielt…der Mensch denkt und Gott lenkt…oder…der Mensch dachte und Gott lachte, bin ich bis heute noch nicht dazu gekommen. 

Zuerst kam mir mein eigenens Leben dazwischen, zwei Scheidungen vier Kinder, Arbeit und Sorgen…und vieles alleine machen zu müssen. Ist natürlich nicht das schlechteste, man lernt sehr an seine Grenzen zu gehen, was kann ich schaffen, was mir zutrauen. Mutter und Vater in einer Person zu sein, war und ist trotzdem nicht immer leicht.

Und plötzlich waren 60 Jahre vorbei, der Ruhestand war angekommen. Vielleicht ist es jetzt so weit? 

Dann kam die schwere Krankheit meiner Mama dazwischen. Umzug von Mallorca nach Wien zurück um ihr zur Seite stehen zu können. Wie sie verstorben war, kam wieder der Gedanke hoch: ist jetzt die Zeit dafür gekommen?

Nach einer Phase der Trauer kam ein Umzug in ein anderes Bundesland, neue Gegend, neue Leute, neue Kirche…angewöhnen, umgewöhnen, eingewöhnen.

Was aber ein fester Bestandteil meines Lebens ist und war, ist Not zu erkennen, wer braucht Hilfe, wo kann man was tun.

Heute glaube ich am Weg auf die 74 zu, der Traum ist ausgeträumt, mein Körper sagt schon mal zwischendurch Hallo zu mir….Hallo ich bin nicht mehr 20 auch keine 40 mehr, auch wenn du dich meistens so fühlst!

 Somit ist Mission für mich das  geworden: im eigenen Land, in meiner Umgebung, unter meinen Freunden und Nachbarn, da gibt es immer etwas zu tun. Einmal,ist ein Hochzeit und da brauchen sie wem für die Küche…dann heisst es wieder auf ein Kind aufzupassen, damit die Mama zur Uni gehen kann, dann ist die Nachbarkatze zu versorgen in der Urlaubszeit und die Blumen sind auch zu giessen, Leute rufen mich an und brauchen ein Gespräch, sie bitten um ein Gebet, einem Bulgarischen Mädchen Deutsch zu lernen und ihr die Hausübungen zu erklären, meiner Italienischen Nachbarin behilflich zu sein bei wichtigen Wegen, meiner Marokkanischen Nachbarin zu helfen und ihre kleine Tochter ihr etwas abzunehmen,  und und…

Ob das auch heisst: Missionarisch unterwegs zu sein?

Vielleicht ist es nicht das Land wohin man geht, nicht die Entfernung in Kilometer, sondern das Herz da sprechen zu lassen, wo es gebraucht wird.

eure Christine