Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

Tag Archives: Schmerz

LIEBE wird mehr, wenn man sie teilt!

 

Seit ca 2 Jahren betreue ich ein junges Mädchen Telefonisch bei ihren Essstörungen und dem daraus entstehenden Unvermögen, gesund zu Leben. Ich bin kein ausgebildeter Psychologe oder etwas ähnliches in der Richtung. Ich habe schon Ausbildungen gemacht zum Gesprächsterapheuten, Seelische Gesprächsführung und meine SaveOne Kurse. Jedoch bringt es mich sehr an meine Grenzen und berührt mein Herz stark. Etwas Hintergrundgeschichte hat sie mir einmal so angedeutet, nichts genaues weiss ich. Aber es war sicher dramatisch, das erkenne ich an ihren Handlungen.

Was mich so erschreckt ist das verdrehte Bild im Kopf,  das es nicht möglich macht, die kritische Situation zu erkennen, bei den Betroffenen.  Jedes Wort ist da umsonst ausgesprochen, mit Vernunft kann man gegen die Krankheit nicht an. Ausserdem ist derjenige nicht krank, wie sie mir immer wieder versichert. Man ist so hilf – und machtlos dabei, man kann nicht helfen.

Nun ist sie schon seit 2 Wochen im Krankenhaus, weil die Organe begonnen haben, sich zu melden. Und ihre Hilfeschreie: ich will nicht essen, ich will nicht zunehmen, ich will nicht dick sein….

es ist nur tragisch.

Ausserdem wird nun auch von den Ärzten eine Dissoziative Identitätsstörung vermutet, die das ganze nicht einfacher machen. Ich habe gerade im Wikipedia darüber nachgelesen, erschreckend!!

Wenn das bei einem meiner Kinder so wäre, ich kann mir gar nicht vorstellen wie ich damit umgehen würde. 

Sie hat niemanden aus ihrer Familie der sich um sie kümmert…sie steht alleine mit ein paar Fremden, wo auch ich dazu gehöre.

Sie ist auch gläubige Christin wie ich, betet und lasst beten und klammert sich an Jesus, aber ein harter und steiniger Weg ist das – auf dem sie unterwegs ist.

Was weiss ich wie man sich in so einer Situation fühlt, man steht nicht in den Schuhen des anderen. Und auch für mich ist es eine Gratwanderung zwischen Unverständnis, Mutlosigkeit, nicht mehr sprechen wollen ( weil es ja eh nichts hilft) aber trotzdem kann und will ich sie nicht loslassen…es muss einen Grund haben das sie auf meiner SOS Seite gelandet ist. Mein Mutterherz gibt nicht so schnell auf.

Liebe LESER, betest Du auch, glaubst Du auch dass Gott uns nie verlässt und immer bei uns ist….darf ich Dich bitten dass Du mit mir in den Gebetssturm miteinsteigst.

DANKE ❤️

eure Christine

 

 

nur weil wir das Kind nicht sehen, ist es doch da…

Eine Abtreibung ist nicht einfach eine Unterbrechung einer Schwangerschaft,

Abtreibung ist die Tötung eines Kindes.

Ich arbeite seit Jahren im Bereich SaveOne und leite auch selber Kurse nach einer Abtreibung. Und seit mittlerweile einigen Jahren bin ich auch in einem Telefondienst tätig. Da rufen Frauen und auch Männer an und fragen um eine Abtreibung. Und wir Beraterinnen versuchen helfend den Leuten zur Seite zu stehen um sie zu Ermutigen, sich für das Leben zu entscheiden.

Warum ich das Euch heute schreibe: weil mich ein Telefonat von letzter Woche und die Antwort heute darauf, sehr beschäftigen und mich immer wieder zum Weinen bringen.

Nicht mehr ganz jung, in keiner Beziehung lebend, sagte mir eine Frau sie sei schwanger. Ihre Überlegung es ist vielleicht ihre letzte Chance, ein Kind zu bekommen, horchte sich sehr gut an. Ich ging sehr motiviert in das Gespräch, horchte mir ihre für und wieder an, gab ihr einige Adressen und Telefonnummer, wo sie Hilfe und Aufklärungen bekommen könne. Mein Herz freute sich sehr als ich mit ihr sprach und zu meinen Worten: wir Frauen sind geschaffen Kinder grosszuziehen…stimmte sie mir begeistert zu.

Ich versprach ihr meine Hilfe im Gespräch, wenn sie diese braucht und ermutigte sie sehr.

Heute habe ich nachgefragt bei ihr und sie hat mir gesagt, sie treibe das Kind ab. 

Ich bin sehr betroffen, es beschäftigt mich den ganzen Tag und macht mich sehr traurig. 

Eine Abtreibung ist ein schwerwiegender Eingriff in die natürlichen Abläufe des weiblichen Organismus. Viele Frauen denken:

wenn ich Abtreibe ist alles wieder gut…

die Wahrheit ist: das Leben zu wählen hat alles wieder gut gemacht…

eure Christine

 

 

Geduld, nicht immer leicht

image….die sind schon in der Warteposition…

 

Meine zur Zeit meistgebrauchten Worte sind: aua….ein Aufschrei…au weh…!!

        3 Monate lebe ich nun mit Schmerzen,,Tag und Nacht. Meine beiden Knie sind die Übeltäter, vor allem das linke bringt mich an meine Grenzen. Alle Tabletten helfen nichts, keine halbe Stunde bin ich schmerzfrei, es nagt an den Nerven.

Der Sommer zieht an mir vorbei und ich kann ihm nur traurig nachschauen. Das Facebook ist voll mit Urlaubsfotos – es wird am Strand gelegen, Städte werden erkundet, Schiffahrten werden gemacht…Sonne, Strand, Grillen, Schwimmen, Tanzen und Kirtag…der Sommer in seinen vollen Zügen. Und ich übe mich als Zuschauer!

3 Monate war ich kaum auf der Strasse. Mal kurz zum Einkaufen und das ist dann schon ein Erlebnis. Für die Strecke von 15 min. brauche ich nun 1 Stunde und mehr…ein schlimmes gehumpel, krumm und hatschend…mit Schmerzvollem Gesicht. 

Ich weiss nicht wieso man immer denkt, dass man selber nie in Situationen kommt, die doch nur die anderen Betreffen! Niemals hatte ich mich als eine humpelnde ” Alte” gesehen, da wäre doch der Himmel eher runtergekommen. Es ist nähmlich auch eine betrogene Sache, der Ausspruch: man ist so Alt wie man sich fühlt!!

Das hat mich schon öfters in die Krise gebracht. Ich fühle mich wie 50… das muss mal gesagt werden. Ausserdem sind die heutigen 70-er, die gestrigen 50- er! Im Bad beim Schminken stehe ich ohne Brille, eh klar, und finde mich echt gut. Die paar Falten, na und, ein gelebtes Gesicht eben!

Aufrechten Ganges mache ich mich auf den Weg, reagiere auf Blicke mit einem Lächeln und geniesse meinen Weg….bis…

…ich bei einer Auslage mit einem Spiegel vorbei komme. Schwungvoll gehe ich daran vorbei, auf einmal spüre ich eine innere Bremse, gehe zurück und schaue mir die Person genauer an, die mir da entgegen schaut. Also die gefühlten 50 kommen da nicht so schnell mit, die sind mir am Weg abhanden gekommen!!!

Tja und nun bin ich auch in der Kategorie der Knie-Prothesenträger …s’Herzerl ist jung, die Knochen aber stehen zu ihrem Alter!

Nun heisst es noch 2 Wochen durchhalten, dann kommt die erste OP, Krankenhaus, Reha, ohne Krücken gehen lernen, so schnell wie möglich und wenn alles gut geht nach 3 Monaten das andere Knie.

Das sind noch mal gute…Daumen mal Pie…7 Monate, plus den vergangenen 3…fast ein Jahr!

Ein Jahr verschenken mit 73 1/2 ist eigentlich Luxus, aber da ich ja noch den “Ehemann” bekomme – Ihr erinnert Euch??? – und ich noch lange Leben möchte, zahlt es sich sicher aus!

Heute in einem Jahr ist alles vorbei und ich Laufe und Tanze….vielleicht sogar auf meiner eigenen Hochzeit!!!!!

falsches Denken

   image     Die letzten 4 Wochen war ich sehr von Schmerzen geplagt. Meine beiden Knie machten mir grosse Probleme. Seit Jahren schlängle ich mich mit Gebet und Bewegung an einer OP vorbei, nun jedoch ist die Zeit gekommen, mich dem zu stellen. Ich – und nicht nur ich sind aber im Gebet, ein Wunder kann immer noch geschehen, dass ich 2 neue Knie von Jesus bekomme. 

Ich bin mir total bewusst das sich das für einige, bis viele von Euch, völlig…. gaga …..anhört…aber es wäre nicht das erste Gebetswunder das ich persöhnlich schon erlebt habe. Auch bei meiner Mutter habe ich es erlebt und bei Leuten für die ich, wir beten, sowieso.

Eine Bekannte schickte mir ein Video von …YouTube: von Arthrose in beiden Knien geheilt….ja wie gesagt, nicht unbedingt etwas neues und unglaubliches für mich…eher normal;-)

Nun habe ich ganz schnell einen OP Termin bekommen, wo es normalerweise einige Monate dauert, das alleine sehe ich schon als Geschenk an, das heisst aber nicht dass ich nicht im Gebet noch drann bleibe, und im Glauben fest stehe, dass Gott sein ” Ersatzteillager” aufmacht und der ..braven..Christine 2 neue Knie gibt. Zumal sie ja noch dieses Jahr den versprochenen Ehemann bekommt!! Ich lass mich überraschen ob das mit Krücken sein wird, oder ob wir uns in der Reha gemeinsam ” hatschend” begegnen werden.

Es verblüfft mich immer wieder wie Gott an mir arbeitet, wie er dabei ist, die harte Schale von mir Stück für Stück zu knacken!  Und keine Gelegenheit lässt er vergehen um mir Dinge aufzuzeigen. Jede Situation wird von ihm genützt um mir zu helfen und mich auf den rechten Weg zu bringen.

Meine Tochter sagte mir gleich wie sie den Termin gestern erfahren hatte…ich möchte die ersten 2-3 Tage bei Dir sein, damit ich sehe dass nach der OP alles in Ordnung ist.

Sie hat mich zwar gleich um 1 1/2 Jahre älter gemacht…Mama du gehst auf die 75 zu….und ich nach einer kurzen Schnappatmung, brachte gerade noch heraus: Kind ich werde ERST 74Jahre!!!

Aber gut ich will nicht nachtragend sein.

Und dann kamen meine Beruhigungen sofort für sie…alles kein Problem, ich brauche dich nicht dazu, das schaffe ich schon, mach dir doch keine Mühe…..labalabalaba…..( sie leben alle 4 im Ausland)

Lange Rede kurzer Sinn…ich habe dann doch ja gesagt, weil es für sie so wichtig ist. Ich war ja auch an meiner Mutters Seite, und ich war dankbar dafür…wie kann ich es dann meinem Kind verwehren?

Aber es hat doch ein bisschen gedauert, auf die Stimme in meinem Kopf und in meinem Herzen zu horchen, um zu verstehen. Dann kam auch sofort Freude auf in mir, dass mein Kindi bei mir ist und ich nicht alleine bin.

Und wenn schon dann – denn schon…

…..will ich NUN alles an Mitgefühl, Händchen halten, Bedauern, Kümmern und Ei Ei, was ich nur bekommen kann. Alles nur für mich!!!

Hatte ich noch NIE in 73 Jahren, das kam mir auch in den Sinn…und nun bekomme ich die ganze Ladung!

Sich verwöhnen lassen, Schmerz zuzugeben, Nähe zuzulassen, man kümmert sich….puh ist das schwer! Weil wem will man schon zur Last fallen, na und den Kindern sowieso nicht, die haben ihr eigenes Leben. Und durch Scheidung und Auswandern sowieso genug Last mitgetragen!

Aber wie soll ich mein neues Leben das kommt, mit einem Ehemann leben können, wenn ich nicht ” umsorgtwerden” zulassen und geniessen kann? Das hatte ich mich heute wirklich gefragt. Nach dem dritten Mal, wenn ich zu dem Mann sage: ich kann das schon, das habe ich immer alleine gemacht….

…denke ich mir das er sagen wird: tja meine Liebe, dann bin ich eigentlich überflüssig für dich…..und das hat mich doch erschreckt heute, als ich zu dieser Erkenntnis kam.

Somit beginne ich zu trainieren….und da ich meistens ein schnell -lerner bin, werde ich das alles noch zu einem grossen Teil gebacken bekommen, bevor er, der, welcher kommt!

Hilfe nicht annehmen ist Stolz und Hochmut und ein falsches Denken und falsches Denken ist gefährlich: es ist oft unbewusst – und es ist ansteckend.

eure Christine

Hospiz…..Teil 2

Dr. Cicely Saunders

Fortsetzung von Teil 1

        image      

Nach Abschluss des Medizinstudiums begann Cicely Saunders im St. Mary´s Hospital in Paddington Studien zur Schmerzbehandlung von unheilbar Kranken und arbeitete gleichzeitig im St. Joseph´s, einem Hospital für mittellose Sterbende in Bayswater. Dort etablierte sie einen Ansatz der Schmerzbehandlung, nach dem Schmerzmittel kontinuierlich nach Plan verabreicht wurde. Dieser Behandlungsplan war revolutionär, wurden doch vorher Schmerzmittel nur dann gegeben, wenn die Schmerzen des Patenten unerträglich geworden sind. Cicely Saunders erreichte damit sowohl die dauerhafte Reduktion der körperlichen Schmerzen als auch eine Minimierung der mit den Schmerzen verbundenen psychischen Leiden.

Nach umfangreichen Planungen und Sammlungen von  Spenden gründete sie 1967 das St. Christopher´s Hospice in London, benannt nach dem Schutzpatron der Reisenden. Das St. Christopher´s Hospice wurde nach und nach um eine Forschungsabteilung und ein Studienzentrum erweitert und gilt noch heute als Ausgangspunkt der modernen Hospizbewegung, die in den Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen hat. Ohne die Vision, das Engagement, die Kompetenz und die Persöhnlichkeit von Cicely Saunders wäre die Hospizbewegung – nicht nur in England, sondern international – nicht das, was sie heute ist.

Dame Cicely Saunders wurde von der englischen Königin geadelt. Sie arbeitete noch als 70 Jährige im Chefzimmer in Sydenham zwischen Büchern, Bildern, viel christlichem Zierrat  und Bergen von Papier. Und sie zitierte immer wieder David Tasma, wenn sie über St. Christophers und die Hospiz – Idee sprach: ” Ich werde ein Fenster in deinem Haus sein”.

Für sie und ihre Helfer, sagt Dame Cicely, bedeuten diese Sätze eine Verpflichtung zur bedingungslosen Offenheit im Umgang nicht nur mit den Sterbenden und den Trauernden, sondern auch miteinander; und sie bedeuten das unablässige Bemühen, bestmögliche Versorgung in den Dienst einer ganz persöhnlichen Fürsorge zu stellen.

Die Österreichische Hospizbewegung weiss sich besonders dem Ausspruch von Cicely Saunders verpflichtet:” Du bist wichtig, weil du du bist und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern leben kannst bis zuletzt”.

Den anderen sehen und auch sich selbst

den anderen zuhören und auch sich selbst

dem anderen geben und auch sich selbst

den anderen ernst nehmen und auch sich selbst

für den anderen sorgen und auch für sich selbst

für den anderen Zeit nehmen und auch für sich selbst

dem anderen Raum geben und auch sich selbst

den anderen lieben und auch sich selbst

von Max Feigenwinter

eure Christine

 

 

heute 1. Juni ist der “Tag des Lebens”

Einen berührenden Abend erlebten die Gäste am 24. Mai im Studentenheim Concordia, Klagenfurt zum Thema:
„Heilung seelischer Wunden nach einer Abtreibung“.

In der Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde ein Tabu berührt. Normalerweise wird kaum darüber gesprochen – aber wie geht es Frauen und auch Männern, die sich zu diesem Schritt entschließen wirklich?

Erfreulicher Weise wächst langsam ein Bewusstsein über mögliche Zusammenhänge, die lange verborgen waren. Es geht nicht nur um den Schutz des vorgeburtlichen Lebens. Es geht um alle, die in das Geschehen rund um eine Abtreibung verwickelt sein können. Mütter, Großmütter, Partner, Freunde, Pflegepersonal. Nicht zuletzt Geschwisterkinder, die unter subtilen Schuldgefühlen leiden können. Nur wenn die Zusammenhänge aufgedeckt werden, können sie wahrgenommen werden. Weit mehr Menschen leiden an den Folgen einer Abtreibungserfahrung, als vielen bewusst ist.

Und sind hier nicht gerade Kirchen und Christen um Antworten gefragt?

„SaveOne ist ein Aufarbeitungsprogramm für Menschen nach einer Abtreibungserfahrung“, sagt Sonja Horswell, Leiterin der Österreichischen Lebensbewegung. „Es bietet die Möglichkeit, Wiederherstellung des verletzten Herzens und der kranken Emotionen durch Jesus zu erlangen.“
Im auf biblischen Prinzipien aufgebauten 10-Schritte Programm „SaveOne“ findet sie einen Weg der Aufarbeitung. Leiterin Sonja Horswell: „ Wir erleben, dass viele Frauen Hilfe und innere Heilung erfahren und motivieren sie auch andere auf diese Möglichkeit hinzuweisen.“ Ein anrührend und nachdenklich stimmender Abend der vor allem Christen zu denken geben sollte.

Da ich selbst Kurse leite von Save One, hatte ich an diesem Abend auch gesprochen. 

Schweigen tut sich auf, sobald es um den Schutz des Menschen geht. Desjenigen Menschen, der noch nicht geboren ist. Über alles kann man reden – Wale, Hunde, Bienen, Obstkulturen. Doch das vorgeburtliche menschliche Leben unterliegt einem gesellschaftlichen Tabu. Unsere Gesellschaft ist verstummt. Die Argumente kennen wir alle: Mein Bauch gehört mir! Lang erkämpftes Recht für Frauen. Man darf Frauen nicht unter Druck setzen. Keine Frau macht es leichtfertig! Eine Untersuchung zeigt, das zwei Drittel der Frauen die Entscheidung für eine Abtreibung aufgrund massiven Druckes aus dem engsten Beziehungskreis treffen!

Erfreulicherweise wächst langsam ein Bewusstsein für mögliche Zusammenhänge, an erheblichen körperlichen, psychischen oder psychosomatischen Folgeerscheinungen, die Frauen und auch Männer oft Jahrelang mit sich herumtragen.

Veranstaltet wurde der Abend vom Katholischen Familienverband Kärnten, Jugend für das Leben, der Evangelischen Allianz Klagenfurt und dem Österreichischen Familiennetzwerk

Eure Christine

Nähere Information www.saveoneeurope.org

 

­­

Verwandlung

 

Wie ist es mir ergangen im vergangenen Jahr, dass möchte ich an der Geschichte des Adlers Euch berichten:

 

Der Adler ist aufgefordert in der Mitte seines Lebens ( bin ich nicht mehr, dennoch) all das abzustreifen, was in den Jahrzehnten zu viel wurde. Nur dann hat er Aussicht auf Verlängerung seines Lebens. Er fliegt in seinen Horst und reisst sich die überflüssigen Federn aus. Sein Federkleid wurde so schwer, dass ihn das Gewicht in den Tod drücken würde. Danach beginnt er seine viel zu langen Krallen zu stutzen. Denn die Krallen, mit denen er Beute schlug, wurden überlang. Als nächstes sein Schnabel; auch dieser ist viel zu lange, zu gross. Er kann sich damit nicht mehr ernähren. So schlägt er seinen Schnabel an den Felsen, der poröse Teil bricht ab und die Schärfe kommt hervor. Das ist ein schmerzender und zugleich heilender Prozess. Er nimmt sich dafür Zeit. Jetzt ist er nackt und muss versorgt werden. Er hat nichts mehr.

 

So hat sich meine Zeit in Kärnten hier angefühlt. Alte Muster auf allen Ebenen meines Seins, vor allem im Geistlichen, wurden und werden noch abgestreift.

Grundgefühl war: Einsamkeit, Heimatlosigkeit, keine Freunde.

Grundgefühl waren aber auch: Ruhe und Stille, die Nähe zu Gott, die Natur, die Freude am Leben.

Der neue Mensch in mir kann danach wachsen. Freude erfüllt mich bei diesen Gedanken, verwandelt zu werden in das Bild, das Gott vor Grundlegung der Welt, von mir gezeichnet hat. Hinein in die innigste Beziehung mit Gott.