Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

Tag Archives: fliegen

Pssst…Ruhe finden…

image       Schreiben ist für mich leben, schwimmen, träumen, lieben und meine Seele ausbreiten, wie eine Decke auf der Sommerwiese…

mitteilen und neugierig machen, teilhaben lassen an meinen Empfindungen und meinen Gedanken, mich öffnen, dem Papier Leben zu geben…

das Gefühl des Bleistiftes in der Hand, wenn die Feder übers Papier gleitet, wenn meine Finger die Tasten berühren…

der Duft des Doppelpunktes…

Worte sind Gedanken und ohne sie können wir nicht leben…

Dein Klang der Worte zergeht mir auf der Zunge, 

Sehnsüchte von Freiheit werden wach, schnell und transparent stehen sie da.

Loslassen – wegfliegen – Ruhe um mich, nur das Rauschen des Windes im Ohr.

Gedanken bekommen Kraft und Raum, die Füsse beginnen den Kontakt zum Boden zu verlieren. 

Immer grössere Sprünge…weiter und höher…ich fliege…

Ich träumte Jahrzehntelang, 2-3 Mal die Woche, ich könne Fliegen. Ein kleiner Sprung – und schon erhob ich mich in die Lüfte. Immer höher und höher. Die Arme am Körper angelegt ging es nach oben.

( gerade beim Schreiben habe ich Spiderman vor Augen!)

Ich war mir selber sehr bewusst, und ich schoss gerade in die Höhe, machte Looping und flog in weiten Kreisen und Schlingen. Alles lies ich unter mir zurück und schaute zurück auf Baumwipfel, Kirchtürme und Berge. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich drehte und wendete mich in der Luft, und noch ein Salto und noch ein Überschlag und schoss kerzengerade hoch hinauf, bis zu den Wolken. Ich dachte an nichts sondern gab mich nur diesem Gefühl hin. Ich breitete die Arme aus wie ein Adler und schwebte. 

Eigenartigerweise durchbrach ich nie die Wolken, die waren immer noch über mir…ich begab mich nie aus dem Bereich des Lebens auf Erden…warum auch immer…

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…so beginnt ein Lied…jedoch das wollte ich anscheinend nicht erfahren, alles sollte in Sichtweite sein. 

Das sagte ” damals” viel über mich aus, alles im Blick zu haben, nichts dem Zufall zu überlassen. Vor was hatte ich Angst, vor was wollte ich davonfliegen?

Seit ich mein Leben Jesus gegeben habe und ihm so gut ich kann, nachfolge, hatte ich nie mehr diese Träume. Heute ist mein Leben in Gottes Hand und alles kann ich durch Jesus Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.    Philipper 4, 13

Das heisst nicht eine Situation zu leugnen, davor zu flüchten oder sich dieser zu wiedersetzen…sondern, die Bereitschaft zu lernen, mir der Situation umzugehen. 

eure Christine

Verwandlung

 

Wie ist es mir ergangen im vergangenen Jahr, dass möchte ich an der Geschichte des Adlers Euch berichten:

 

Der Adler ist aufgefordert in der Mitte seines Lebens ( bin ich nicht mehr, dennoch) all das abzustreifen, was in den Jahrzehnten zu viel wurde. Nur dann hat er Aussicht auf Verlängerung seines Lebens. Er fliegt in seinen Horst und reisst sich die überflüssigen Federn aus. Sein Federkleid wurde so schwer, dass ihn das Gewicht in den Tod drücken würde. Danach beginnt er seine viel zu langen Krallen zu stutzen. Denn die Krallen, mit denen er Beute schlug, wurden überlang. Als nächstes sein Schnabel; auch dieser ist viel zu lange, zu gross. Er kann sich damit nicht mehr ernähren. So schlägt er seinen Schnabel an den Felsen, der poröse Teil bricht ab und die Schärfe kommt hervor. Das ist ein schmerzender und zugleich heilender Prozess. Er nimmt sich dafür Zeit. Jetzt ist er nackt und muss versorgt werden. Er hat nichts mehr.

 

So hat sich meine Zeit in Kärnten hier angefühlt. Alte Muster auf allen Ebenen meines Seins, vor allem im Geistlichen, wurden und werden noch abgestreift.

Grundgefühl war: Einsamkeit, Heimatlosigkeit, keine Freunde.

Grundgefühl waren aber auch: Ruhe und Stille, die Nähe zu Gott, die Natur, die Freude am Leben.

Der neue Mensch in mir kann danach wachsen. Freude erfüllt mich bei diesen Gedanken, verwandelt zu werden in das Bild, das Gott vor Grundlegung der Welt, von mir gezeichnet hat. Hinein in die innigste Beziehung mit Gott.