Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

Führe meine Sache, Gott

Werdet nicht nachlässig, sondern lasst euch ganz vom Geist erfüllen und setzt euch für den Herrn ein.

Römer 12,11

Über eine Woche bin ich nun schon in der Familie einer Freundin, um Ruhe und Stabilität einzubringen. Die Mama ist im Krankenhaus und das Ganze geht nicht spurlos an den Kindern vorbei. Darum bin ich jetzt gerade hier, wo ich scheinbar sein soll!

Immer wieder spreche ich mit Gott und sage ihm, er möge mich aussenden. Trotz meiner Situation gerade eben mit meinen Knie, denke ich trotzdem an ferne Länder, aber mein Gott weiss was ich mir gerade zutrauen kann und soll, somit schickt er mich nicht so weit weg. Eben bin ich grad mal 7 Stunden von mir zu Hause entfernt, aber noch im eigenen Lande. 

Dazu ist mir natürlich der Bibelspruch eingefallen: der Prophet im eigenen Lande….

…aber da ich ” kein” Prophet bin, trifft das nicht auf mich zu!

Aber prophetisch Kochen, den Geschirrspüler einschalten, mit dem Staubsauger durch die Gegend zu zischen, Zöpfe zu flechten damit man dann mit gewellten Haaren in der Schule Furore machen kann, mit dem Hund Gassi gehen, und noch so einiges,

dazu bin ich berufen 😇

Da ich ja mein Grossmutter Leben nicht richtig geniessen und auskosten konnte und meine Zeit als Mutter schon etwas zurück liegt, geniesse ich es, Kaukau zu kochen, Hausübungen zu verbessern, Betten mit einem ” extra” liebevollen Oma – Kuvert zu machen, wie ich es von meiner Mama lernte. Und meine Kinder es auch immer bekamen. 

Und wie von selbst rutschen die wohlvertrauten Worte aus meinem Munde…selbst oftmals verwendet, vor langen Zeiten.

Wahrst du schon Duschen?

Ist die Schultasche für morgen vorbereitet?

Hast du noch Hunger? 

Zähne schon geputzt?

und am Schluss noch von mir: bekomme ich eine feste Umarmung 😜 drückst du mich mal😍

Tja Mission kann man so und so leben, und Kinder sind halt einfach besondere Wesen, meist Engel, manchmal können sie auch anders. 

Die Wege des Lebens sind meistens nicht so wie wir sie uns vorstellen. Mein Gedanke früher waren von Anfang an, was meine Aufgabe in meinem Leben betrifft…ich bin Mutter und Grossmutter. Weiter konnte ich nicht sehen und das meine Aufgaben auch andere sein könnten, daran hatte ich nie gedacht. Aber so ist es eben, weil Gott einen anderen Plan für mein Leben hat, wie ich. Aber zwischendurch wuseln halt auch Kinder um mich herum, damit ich nicht ganz aus der Übung komme. Aber mit Kindern ist es so wie mit dem Radfahren und dem Schwimmen, man verlernt es nie!!

Meine Zeit geht hier aber langsam auch dem Ende zu, davor gönne ich mir aber noch die Freude, bei den Kindern einen guten Eindruck zu hinterlassen, damit sie mich nicht so schnell vergessen ;-)) 

ZIMMER aufräumen….ätschipätsch…welche Macht hat man als Leihoma!!!!

Aber als Entschuldigung…sie freuen sich darauf!!!!

Puh, Schweiss abgewischt!!

Gute Nachrichten, die Mama kommt nach Hause….Hurra, Hurra..

.und ich bin dann mal weg….

eure Christine

 

 

 

2016 spiegeln – 2017 mit Freude erwarten

Das Jahr 2016 war eigentlich…obwohl das Wort “eigentlich” eine Einschränkung ist…NICHT besonders gut. Es begann schon im Februar mit sehr bösen  Worten an mich, die sich dann im April noch steigerten, wobei ich anfangs schon dachte, es wäre keine Steigerung mehr möglich. Jedoch bei Menschen ist vieles möglich. Der Mensch kann nicht in Frieden leben, wenn es dem anderen nicht gefällt.

In der Bibel in Sprüche 11,9 steht: die Frevler richten mit ihrem Mund ihren Nächsten zugrunde….

Es hat mich viele Tränen gekostet und fassungslos stand ich vor so viel Wut und Zorn. 

Aber nach Regen kommt Sonne, sagt man, und 2 Wochen auf der wunderbaren Insel Mallorca bei meiner Familie, haben vieles wieder gut gemacht. 

Auch die Prophetische Aussage die ich im Dezember 2015 bekam…ein Ehemann ist auf dem Weg zu mir, lies mich wieder den Kopf heben und nach vorne schauen. Aber alles schauen brachte nicht viel bis gar nichts, ob im Zug zum Flughafen, oder im Flugzeug selber, nichts war in Sicht! Auf der Insel selber beim spazieren gehen, einige Male hatte ich die Sonnenbrille kurz abgenommen…vergebliche Mühe 😉

Und dann ging es rapide in die andere Richtung, Schmerzen im Knie, den ganzen Sommer über, dann den OP Termin Ende August, und bis heute laboriere ich noch damit herum. Und das andere Knie ist ziemlich beleidigt, da die ganze Aufmerksamkeit dem operierten Knie gilt…Halloooo ich bin auch noch da…eine schmerzhafte Art sich bemerkbar zu machen! Nun steht somit bald die zweite OP an.

Na das Jahr 2017 beginnt ja schon super!!

ABER 2016 war ein GUTES Jahr!

Ich bin gesund und lebe, bin glücklich und ausgeglichen und habe einen tiefen inneren Frieden, der alle Umstände übersteigt. Ich habe Kinder die mich lieben, Familie die mich mag,

ob ich schräg bin oder nicht..

ich habe meinen starken Glauben an einen Gott der einen Plan für mein Leben hat. Meine Freunde sind für mich da, ich fühle mich als Teil von einem grossen Ganzen und geniesse jeden Tag.

Der welcher…nach vielen nein, doch sehnsüchtig erwartete…ist ” noch” nicht gekommen, ich sage noch nicht, da Gottes Zeitplan ein anderer ist wie meiner. Obwohl ich könnte schon wieder tanzen jetzt auf meiner Hochzeit, aber vielleicht sollte es doch noch runder und flüssiger gehen, mit 2 neuen Knie…weis mann’s??

Mein Bibelspruch für dieses Jahr ist in Jesaja 58,11

…..Dann wird der Herr dich allezeit leiten und deine Seele auch in dürren Landen sättigen und deine Gebeine stark machen.

Und ER hat meine Seele wirklich in dunklen und tränenreichen Zeiten gesättigt…und das mit den ” Gebeinen” horcht sich doch gut an, oder??

2017 wird ein noch besseres Jahr, weil ich Gott vertraue und zuversichtlich in die neue Zeit schaue.

Eure Christine

 

 

Geduld, nicht immer leicht

image….die sind schon in der Warteposition…

 

Meine zur Zeit meistgebrauchten Worte sind: aua….ein Aufschrei…au weh…!!

        3 Monate lebe ich nun mit Schmerzen,,Tag und Nacht. Meine beiden Knie sind die Übeltäter, vor allem das linke bringt mich an meine Grenzen. Alle Tabletten helfen nichts, keine halbe Stunde bin ich schmerzfrei, es nagt an den Nerven.

Der Sommer zieht an mir vorbei und ich kann ihm nur traurig nachschauen. Das Facebook ist voll mit Urlaubsfotos – es wird am Strand gelegen, Städte werden erkundet, Schiffahrten werden gemacht…Sonne, Strand, Grillen, Schwimmen, Tanzen und Kirtag…der Sommer in seinen vollen Zügen. Und ich übe mich als Zuschauer!

3 Monate war ich kaum auf der Strasse. Mal kurz zum Einkaufen und das ist dann schon ein Erlebnis. Für die Strecke von 15 min. brauche ich nun 1 Stunde und mehr…ein schlimmes gehumpel, krumm und hatschend…mit Schmerzvollem Gesicht. 

Ich weiss nicht wieso man immer denkt, dass man selber nie in Situationen kommt, die doch nur die anderen Betreffen! Niemals hatte ich mich als eine humpelnde ” Alte” gesehen, da wäre doch der Himmel eher runtergekommen. Es ist nähmlich auch eine betrogene Sache, der Ausspruch: man ist so Alt wie man sich fühlt!!

Das hat mich schon öfters in die Krise gebracht. Ich fühle mich wie 50… das muss mal gesagt werden. Ausserdem sind die heutigen 70-er, die gestrigen 50- er! Im Bad beim Schminken stehe ich ohne Brille, eh klar, und finde mich echt gut. Die paar Falten, na und, ein gelebtes Gesicht eben!

Aufrechten Ganges mache ich mich auf den Weg, reagiere auf Blicke mit einem Lächeln und geniesse meinen Weg….bis…

…ich bei einer Auslage mit einem Spiegel vorbei komme. Schwungvoll gehe ich daran vorbei, auf einmal spüre ich eine innere Bremse, gehe zurück und schaue mir die Person genauer an, die mir da entgegen schaut. Also die gefühlten 50 kommen da nicht so schnell mit, die sind mir am Weg abhanden gekommen!!!

Tja und nun bin ich auch in der Kategorie der Knie-Prothesenträger …s’Herzerl ist jung, die Knochen aber stehen zu ihrem Alter!

Nun heisst es noch 2 Wochen durchhalten, dann kommt die erste OP, Krankenhaus, Reha, ohne Krücken gehen lernen, so schnell wie möglich und wenn alles gut geht nach 3 Monaten das andere Knie.

Das sind noch mal gute…Daumen mal Pie…7 Monate, plus den vergangenen 3…fast ein Jahr!

Ein Jahr verschenken mit 73 1/2 ist eigentlich Luxus, aber da ich ja noch den “Ehemann” bekomme – Ihr erinnert Euch??? – und ich noch lange Leben möchte, zahlt es sich sicher aus!

Heute in einem Jahr ist alles vorbei und ich Laufe und Tanze….vielleicht sogar auf meiner eigenen Hochzeit!!!!!

meine persöhnliche Auslegung von PSALM 23

image      Da ich gerade sehr von Schmerzen geplagt werde habe ich mir den Psalm 23 durchgelesen und ihn für mich noch einmal extra ausgelegt:

DER HERR IST MEIN HIRTE, mir fehlt nichts…

wie beruhigt es mein Herz und meine Seele, dass der Herr, der Allmächtige, der Herrscher der Welt, MEIN Hirte ist. Nein mir fehlt nichts. Ich habe alles was ich brauche und darüber hinaus noch viel mehr. Die Fülle in mir erahne ich manchmal nur…. und in Himmelsmomenten erspüre ich eine unendliche Grösse, die jede Grösse übersteigt.

ER LÄSST MICH LAGERN AUF GRÜNER RASENFLÄCHE, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser…

in den verschiedensten Situationen lässt er mich lagern auf saftigen Grün…wunschlos, zufrieden, selig, in einer Ruhe und Sicherheit, den Pulsschlag und Atem der Welt fühlend.

ER ERQUICKT MEINE SEELE, ER LEITET MICH AUF RECHTEM WEGE seinem Name zur Ehre…

gibt es Krisen, bin ich traurig und mutlos, mache ich mir Sorgen und ist meine Seele unruhig, weiss ich trotz allem, mein Hirte ist bei mir. Wie schwach ist doch oft mein Glaube, wie unsicher lasse ich mich fühlen. Wenn alles in mir zu verzweifeln beginnt, wende ich mich Gott zu. Und er ist da – er erfüllt mein Herz mit Freude, beruhigt den Sturm in mir und zeigt mir den rechten Weg. Er gibt mir klare Weisungen und Friede und Ruhe kommen in mein Herz.

AUCH WENN ES DURCH DUNKLE SCHLUCHTEN GEHT, ICH FÜRCHTE KEIN UNHEIL, denn du bist mir nahe, dein Hirtenstab und Stecken sind mir ein Trost…

auch wenn ich Gott nicht immer spüren kann, vor allem nicht in den dunklen Schluchten – wenn Tränen meine Sicht behindern und Kummer und Sorge mein Herz beschweren, weiss ich, Gott ist da und er sieht mich. Und wenn ich ihm dann erlaube mir nahe zu kommen ist seine Hilfe sofort spürbar.

DU DECKST MIR DEN TISCH UNTER DEN AUGEN MEINER FEINDE, DU SALBST MEIN HAUPT MIT ÖL….du schenkst mir einen vollen Becher ein…

immer bist du bei mir an den schönsten Tagen und im Tal der Tränen da bist du auch.

NUR GUTES UND LIEBES WERDEN MIR ZUTEIL WERDEN, MEIN LEBEN LANG, UND ICH WERDE BLEIBEN im Hause des Herrn bis an das Ende meiner Tage…

nun wo ich verstehe was es heisst am Weinstock zu bleiben, kann ich beruhigt jeden Tag neu mit Gott beginnen. Mich ihm hingeben in der Gewissheit, dass er mich liebt, mich nie aus seinen Augen lässt, ich nie tiefer fallen kann,wie in seine Hand…das ich im Hause des Herrn bin, bis an das Ende meiner Tage. Welcher Trost und Friede ist in seinen Worten…mit ihm…bei ihm…

eure Christine

 

 

 

Pssst…Ruhe finden…

image       Schreiben ist für mich leben, schwimmen, träumen, lieben und meine Seele ausbreiten, wie eine Decke auf der Sommerwiese…

mitteilen und neugierig machen, teilhaben lassen an meinen Empfindungen und meinen Gedanken, mich öffnen, dem Papier Leben zu geben…

das Gefühl des Bleistiftes in der Hand, wenn die Feder übers Papier gleitet, wenn meine Finger die Tasten berühren…

der Duft des Doppelpunktes…

Worte sind Gedanken und ohne sie können wir nicht leben…

Dein Klang der Worte zergeht mir auf der Zunge, 

Sehnsüchte von Freiheit werden wach, schnell und transparent stehen sie da.

Loslassen – wegfliegen – Ruhe um mich, nur das Rauschen des Windes im Ohr.

Gedanken bekommen Kraft und Raum, die Füsse beginnen den Kontakt zum Boden zu verlieren. 

Immer grössere Sprünge…weiter und höher…ich fliege…

Ich träumte Jahrzehntelang, 2-3 Mal die Woche, ich könne Fliegen. Ein kleiner Sprung – und schon erhob ich mich in die Lüfte. Immer höher und höher. Die Arme am Körper angelegt ging es nach oben.

( gerade beim Schreiben habe ich Spiderman vor Augen!)

Ich war mir selber sehr bewusst, und ich schoss gerade in die Höhe, machte Looping und flog in weiten Kreisen und Schlingen. Alles lies ich unter mir zurück und schaute zurück auf Baumwipfel, Kirchtürme und Berge. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich drehte und wendete mich in der Luft, und noch ein Salto und noch ein Überschlag und schoss kerzengerade hoch hinauf, bis zu den Wolken. Ich dachte an nichts sondern gab mich nur diesem Gefühl hin. Ich breitete die Arme aus wie ein Adler und schwebte. 

Eigenartigerweise durchbrach ich nie die Wolken, die waren immer noch über mir…ich begab mich nie aus dem Bereich des Lebens auf Erden…warum auch immer…

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…so beginnt ein Lied…jedoch das wollte ich anscheinend nicht erfahren, alles sollte in Sichtweite sein. 

Das sagte ” damals” viel über mich aus, alles im Blick zu haben, nichts dem Zufall zu überlassen. Vor was hatte ich Angst, vor was wollte ich davonfliegen?

Seit ich mein Leben Jesus gegeben habe und ihm so gut ich kann, nachfolge, hatte ich nie mehr diese Träume. Heute ist mein Leben in Gottes Hand und alles kann ich durch Jesus Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.    Philipper 4, 13

Das heisst nicht eine Situation zu leugnen, davor zu flüchten oder sich dieser zu wiedersetzen…sondern, die Bereitschaft zu lernen, mir der Situation umzugehen. 

eure Christine

falsches Denken

   image     Die letzten 4 Wochen war ich sehr von Schmerzen geplagt. Meine beiden Knie machten mir grosse Probleme. Seit Jahren schlängle ich mich mit Gebet und Bewegung an einer OP vorbei, nun jedoch ist die Zeit gekommen, mich dem zu stellen. Ich – und nicht nur ich sind aber im Gebet, ein Wunder kann immer noch geschehen, dass ich 2 neue Knie von Jesus bekomme. 

Ich bin mir total bewusst das sich das für einige, bis viele von Euch, völlig…. gaga …..anhört…aber es wäre nicht das erste Gebetswunder das ich persöhnlich schon erlebt habe. Auch bei meiner Mutter habe ich es erlebt und bei Leuten für die ich, wir beten, sowieso.

Eine Bekannte schickte mir ein Video von …YouTube: von Arthrose in beiden Knien geheilt….ja wie gesagt, nicht unbedingt etwas neues und unglaubliches für mich…eher normal;-)

Nun habe ich ganz schnell einen OP Termin bekommen, wo es normalerweise einige Monate dauert, das alleine sehe ich schon als Geschenk an, das heisst aber nicht dass ich nicht im Gebet noch drann bleibe, und im Glauben fest stehe, dass Gott sein ” Ersatzteillager” aufmacht und der ..braven..Christine 2 neue Knie gibt. Zumal sie ja noch dieses Jahr den versprochenen Ehemann bekommt!! Ich lass mich überraschen ob das mit Krücken sein wird, oder ob wir uns in der Reha gemeinsam ” hatschend” begegnen werden.

Es verblüfft mich immer wieder wie Gott an mir arbeitet, wie er dabei ist, die harte Schale von mir Stück für Stück zu knacken!  Und keine Gelegenheit lässt er vergehen um mir Dinge aufzuzeigen. Jede Situation wird von ihm genützt um mir zu helfen und mich auf den rechten Weg zu bringen.

Meine Tochter sagte mir gleich wie sie den Termin gestern erfahren hatte…ich möchte die ersten 2-3 Tage bei Dir sein, damit ich sehe dass nach der OP alles in Ordnung ist.

Sie hat mich zwar gleich um 1 1/2 Jahre älter gemacht…Mama du gehst auf die 75 zu….und ich nach einer kurzen Schnappatmung, brachte gerade noch heraus: Kind ich werde ERST 74Jahre!!!

Aber gut ich will nicht nachtragend sein.

Und dann kamen meine Beruhigungen sofort für sie…alles kein Problem, ich brauche dich nicht dazu, das schaffe ich schon, mach dir doch keine Mühe…..labalabalaba…..( sie leben alle 4 im Ausland)

Lange Rede kurzer Sinn…ich habe dann doch ja gesagt, weil es für sie so wichtig ist. Ich war ja auch an meiner Mutters Seite, und ich war dankbar dafür…wie kann ich es dann meinem Kind verwehren?

Aber es hat doch ein bisschen gedauert, auf die Stimme in meinem Kopf und in meinem Herzen zu horchen, um zu verstehen. Dann kam auch sofort Freude auf in mir, dass mein Kindi bei mir ist und ich nicht alleine bin.

Und wenn schon dann – denn schon…

…..will ich NUN alles an Mitgefühl, Händchen halten, Bedauern, Kümmern und Ei Ei, was ich nur bekommen kann. Alles nur für mich!!!

Hatte ich noch NIE in 73 Jahren, das kam mir auch in den Sinn…und nun bekomme ich die ganze Ladung!

Sich verwöhnen lassen, Schmerz zuzugeben, Nähe zuzulassen, man kümmert sich….puh ist das schwer! Weil wem will man schon zur Last fallen, na und den Kindern sowieso nicht, die haben ihr eigenes Leben. Und durch Scheidung und Auswandern sowieso genug Last mitgetragen!

Aber wie soll ich mein neues Leben das kommt, mit einem Ehemann leben können, wenn ich nicht ” umsorgtwerden” zulassen und geniessen kann? Das hatte ich mich heute wirklich gefragt. Nach dem dritten Mal, wenn ich zu dem Mann sage: ich kann das schon, das habe ich immer alleine gemacht….

…denke ich mir das er sagen wird: tja meine Liebe, dann bin ich eigentlich überflüssig für dich…..und das hat mich doch erschreckt heute, als ich zu dieser Erkenntnis kam.

Somit beginne ich zu trainieren….und da ich meistens ein schnell -lerner bin, werde ich das alles noch zu einem grossen Teil gebacken bekommen, bevor er, der, welcher kommt!

Hilfe nicht annehmen ist Stolz und Hochmut und ein falsches Denken und falsches Denken ist gefährlich: es ist oft unbewusst – und es ist ansteckend.

eure Christine

wärst du gerne “dein” Freund?

 image              Dadurch dass ich ein ungewolltes Kind bin und Abgetrieben werden sollte, hatte ich mein ganzes Leben Probleme mit dem geliebt werden. Immer war ich auf der Suche nach Freunden, nach Menschen die mich lieben…mich toll fanden…mich bewunderten…

Und die Ablehnung die mit einem herangewachsen ist, hörte ja nicht auf. Es begann schon in der ersten Schulklasse. Wenn ich wo Mädchen stehen sah, bin ich hingegangen. Aber überall wurde ich abgelehnt. Und das war mein Umfeld die ganzen Schulzeit über. Ich bakam auch nur den Freund, der über geblieben ist.  Etwas was mir bis heute ganz stark in Erinnerung geblieben ist, beim Sport wenn 2 Mannschaftskapitäne seine Spieler aussuchen durften, war ich immer die letzte. Mit einem lauten Seufzer sagte derjenige dann: na dann nehm ich HALT die Christine. Zuerst wurde noch um den ” einbeinigen” gestritten, der war noch besser wie ich! Das waren sicher Jahre der Einsamkeit. Ich wusste damals nicht, warum die Kinder mich nicht wollten. Und später wusste ich auch nicht warum Leute mich nicht wollten. Doch jetzt weiss ich, dass meine negative ängstliche Haltung Freundschaften gegenüber, ein Grund dafür war.

Heute weiss ich, dass meine Gedanken und meine innere Einstellung einen enormen Einfluss auf die Menschen um mich herum haben und sogar auf meine Freundschaften. Eine positive, innere Haltung zieht Freunde an. Doch ein negativer Mensch ist schnell isoliert und alleine. Es gibt ein altes Sprichwort: ” Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Fass Essig”. Die Sehnsucht in mir blieb nach einer Unbekümmertheit, ich wollte das Leben geniessen und somit dem Leben und den Menschen positiver gegenüberstehen.

Die grösste Veränderung erlebte ich durch meine Beziehung zu Gott und als ich in der Bibel las. In Römer 12,2 las ich, und das veränderte buchstäblich mein Leben: Richtet euch nicht länger nach den Masstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet….

Viele Menschen wissen sicher nicht wie ihre negativen Gedanken und Worte ihr Leben beeinflussen. Nur ein Mensch der selber negativ ist, ist gerne mit einem negativen Menschen zusammen. Der glücklich ist oder glücklich sein möchte, findet schnell heraus, dass es überhaupt keinen Spass macht, mit einem negativ eingestellten Menschen Zeit zu verbringen.

Eine Frage: Sind sie ein Mensch, mit dem andere gerne befreundet sind?

Sind sie ein Mensch, mit dem sie selbst gerne befreundet wären?

Ich möchte jemand sein, mit dem andere Zeit verbringen und befreundet sein wollen. Ich möchte dass sie froh sind, weil sie mich kennen, mich treffen um mit mir zu plaudern. Wenn ich irgendwo bin, wo sich viele Leute treffen, möchte ich zu denen gehören, nach denen man Ausschau hält, weil man meine Ausstrahlung mag und es einfach Freude macht, mit mir zusammen zu sein. Um diese Ausstrahlung zu haben, müssen wir zuversichtliche Menschen sein.

Wenn wir für andere ein guter Freund sein wollen, müssen wir auch freundlich sein.! In der Bibel steht…wir ernten, was wir säen..Lukas 10,26-27

Wenn wir mehr Freunde haben wollen, säen wir doch diese Samen!

So lernte ich meine negativen Gedanken durch das Wort Gottes zu erneuern, und fing an, bewusst zuversichtlich zu denken und zu reden. Das wirkt sich positiv auf meine Ausstrahlung aus und wir werden der Mensch sein, mit dem andere gerne zusammen sind…jemand, den andere unbedingt zum Freund haben wollen.

JA ich wäre gerne mein Freund…meistens jedenfalls!!

eure Christine

 

 

Glaube

image      Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis erlangt.

Hebräer 11, 1-2

Ich stärke meinen Glauben jeden Tag neu. Letztens hörte ich eine Predigt über die Helden des Glaubens am Beispiel von Noah. Darin ging es um das Leben von Noah und was wir von ihm über den Glauben lernen können. ER ist einer der Alten, die in Hebräer 11 erwähnt werden. Wie es in dem Vers steht, geht es beim Glauben um Wirklichkeit, die man nicht sieht. Glaube bedeutet, mit dem zu rechnen, worauf wir hoffen. Und es gibt keinen besseren Zeugen für einen solchen Glauben als Noah. Er wurde 900 Jahre alt. Gott trug ihm auf, die Arche zu bauen, und er gab ihm genaue Anweisungen, wie er die Arche zu bauen hatte, wie gross sie werden und wer und was in die Arche hineingehen sollte, bevor die Flut kam.

Und dann lesen wir in der Bibel über ihn: Und Noah tat es, nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er.     1. Mose 6,2

Letztens las ich bei BAYLESS CONLEY wie er sich eventuell ein Gespräch mit Noah heute vorstellen würde:

Noah, was ist Glaube?

Das ist einfach, Glaube bedeutet Vorkehrungen zu treffen.

Wirklich, auf welcher Grundlage?

Auf der Grundlage von Gottes Wort.

Als Gott dir gesagt hat, dass du dich auf eine Flut vorbereiten sollst, hattest du da schon einmal eine Flut erlebt?

Nein, ich hatte noch nie etwas von einer Flut gehört.

Wie lange hast du an der Arche gebaut?

So an die 100 Jahre, plus/minus ein paar Tage.

Du hast 100 Jahre lang vor dich hingehämmert und der einzige Beweis, den du hattest, war Gottes Zusage? War das so?

Ja, du wolltest doch wissen was Glaube ist. Das ist Glaube. Gott sagt etwas und du tust es. Du handelst. Gott hat mir gesagt, dass ich Vorbereitungen treffen soll. Glaube heisst, auf der Grundlage von Gottes Wort Vorbereitungen zu treffen. 

Und wenn es 200 Jahre gedauert hätte?

Dann hätte ich 100 Jahre länger gebaut. Das hätte keinen Unterschied gemacht.

Jesus sagt uns: dein Part ist der Glaube. Vertrau mir, dass ich tue, was du nicht kannst.

Ich traf auch meine Vorbereitungen. Ich schloss meine Pizzeria auf Mallorca, einen Sommer bevor meine Mutter nicht mehr alleine sein konnte. Somit konnte ich in Ruhe nach Wien zurückkehren, um sie zu pflegen. Wie sie mich nicht mehr brauchte streckte ich mich nach einem Umzug aus. Als ich die Worte hörte: du gehst nach Villach….nicht mehr und nicht weniger, begann ich auch meine Vorbereitungen zu treffen. 

Glaube heisst sich vorzubereiten.

Nun bereite ich mich auf den Ehemann vor.

Nun bereite ich mich auf meine beiden Knie OP vor.

Nun bereite ich mich auf eine rasche übernatürliche Heilung vor.

Ich bereite mich auf das vor, was Gott mir verspricht.

eure Christine

 

Hospiz…..Teil 2

Dr. Cicely Saunders

Fortsetzung von Teil 1

        image      

Nach Abschluss des Medizinstudiums begann Cicely Saunders im St. Mary´s Hospital in Paddington Studien zur Schmerzbehandlung von unheilbar Kranken und arbeitete gleichzeitig im St. Joseph´s, einem Hospital für mittellose Sterbende in Bayswater. Dort etablierte sie einen Ansatz der Schmerzbehandlung, nach dem Schmerzmittel kontinuierlich nach Plan verabreicht wurde. Dieser Behandlungsplan war revolutionär, wurden doch vorher Schmerzmittel nur dann gegeben, wenn die Schmerzen des Patenten unerträglich geworden sind. Cicely Saunders erreichte damit sowohl die dauerhafte Reduktion der körperlichen Schmerzen als auch eine Minimierung der mit den Schmerzen verbundenen psychischen Leiden.

Nach umfangreichen Planungen und Sammlungen von  Spenden gründete sie 1967 das St. Christopher´s Hospice in London, benannt nach dem Schutzpatron der Reisenden. Das St. Christopher´s Hospice wurde nach und nach um eine Forschungsabteilung und ein Studienzentrum erweitert und gilt noch heute als Ausgangspunkt der modernen Hospizbewegung, die in den Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen hat. Ohne die Vision, das Engagement, die Kompetenz und die Persöhnlichkeit von Cicely Saunders wäre die Hospizbewegung – nicht nur in England, sondern international – nicht das, was sie heute ist.

Dame Cicely Saunders wurde von der englischen Königin geadelt. Sie arbeitete noch als 70 Jährige im Chefzimmer in Sydenham zwischen Büchern, Bildern, viel christlichem Zierrat  und Bergen von Papier. Und sie zitierte immer wieder David Tasma, wenn sie über St. Christophers und die Hospiz – Idee sprach: ” Ich werde ein Fenster in deinem Haus sein”.

Für sie und ihre Helfer, sagt Dame Cicely, bedeuten diese Sätze eine Verpflichtung zur bedingungslosen Offenheit im Umgang nicht nur mit den Sterbenden und den Trauernden, sondern auch miteinander; und sie bedeuten das unablässige Bemühen, bestmögliche Versorgung in den Dienst einer ganz persöhnlichen Fürsorge zu stellen.

Die Österreichische Hospizbewegung weiss sich besonders dem Ausspruch von Cicely Saunders verpflichtet:” Du bist wichtig, weil du du bist und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern leben kannst bis zuletzt”.

Den anderen sehen und auch sich selbst

den anderen zuhören und auch sich selbst

dem anderen geben und auch sich selbst

den anderen ernst nehmen und auch sich selbst

für den anderen sorgen und auch für sich selbst

für den anderen Zeit nehmen und auch für sich selbst

dem anderen Raum geben und auch sich selbst

den anderen lieben und auch sich selbst

von Max Feigenwinter

eure Christine

 

 

ein Mann wird kommen….2

image      Nichts tut sich…kein Licht am Ende des Tunnels….nichts an Männern in Sicht….

..letztens beim Radfahren habe ich mit einem gesprochen…wau da schaut ihr was???? 

..ich habe schon mit einem gesprochen!!!!

..der wollte dann auch wissen wo ich wohne, sogar die Hausnummer auch noch dazu…na da hab ich doch echt zum stottern angefangen…..8 ah nein 6….nein Sorry doch 8….tja wer hat denn damit so rasch gerechnet, das diese Frage im Raum steht????

2016 solls sein, dass das Glück ums Eck kommt….na 6 Monate sind schon durch, jetzt heisst es : Augen auf, Augen auf….ist er schon im Anmarsch???

Zurück zu dem Herrn mit der Hausnummer. Kleiner war er, ham ma scho ghabt, auch nix neues…wolln ma aber nimma mehr!

Keinen Bock dass er beim Hochzeitstanz sein Kopferl auf meinen Busen legt!!

Kurze Fingerln hat er ghabt….gut kommen die Handschuhe im Winter billiger, aber das ist es ja auch nicht, oder?

Aber sparsam wie ich bin, muss ja schauen dass für mich mehr bleibt, d’Fusserln waren auch zierlich. Da hätte er für die Hochzeit ein paar Schuhe von mir anziehen können, das wär gegangen!

Aber da mir ja gesagt wurde…ER, der welcher…..wird MICH ansprechen, musste ich den netten Mann seiner Wege gehen lassen, am Ende doch mit der falschen Hausnummer 😉 weil ich hatte ihn ja angesprochen…und das gilt nicht…ätschipätsch….also heisst es weiter warten.

Geduld, ist gefragt….aber die Zeit lauft und das Alter mit, die Falten kommen auch schneller wie die monatliche Pension und ausserdem hab ich Euch noch gar nicht erzählt:

Ich bekomme zwei neue Knie!!! Schlechter Tausch, statt Ehemann neue Knie. Ich sah mich mich schon mit einem Blütenkranz im Haar, weil das macht mich so jugendlich…mit einem wallenden Sommerkleid ( wallend darum, weil das ist der Körper schon gewohnt :(….) dem einzigen entgegenlaufen. Und nun?

Wird es ein Tanz mit den Krücken, ein langsames schleichen mit dem Rolator, ein Blick in liebestrunkene Augen mit dem Spittal Nachthemd am Rücken offen, oder ein Liebestreffen in der Reha?

Gut den Blütenkranz halte ich als Plan A fest, alles kann ich jetzt nicht umkrempeln und über den Haufen werfen, irgndwas brauche ich um nicht zu verzagen!

ich verspreche Euch, ich halte Euch am Laufenden!!!

eure Christine