Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

Monthly Archives: Juli 2016

meine persöhnliche Auslegung von PSALM 23

image      Da ich gerade sehr von Schmerzen geplagt werde habe ich mir den Psalm 23 durchgelesen und ihn für mich noch einmal extra ausgelegt:

DER HERR IST MEIN HIRTE, mir fehlt nichts…

wie beruhigt es mein Herz und meine Seele, dass der Herr, der Allmächtige, der Herrscher der Welt, MEIN Hirte ist. Nein mir fehlt nichts. Ich habe alles was ich brauche und darüber hinaus noch viel mehr. Die Fülle in mir erahne ich manchmal nur…. und in Himmelsmomenten erspüre ich eine unendliche Grösse, die jede Grösse übersteigt.

ER LÄSST MICH LAGERN AUF GRÜNER RASENFLÄCHE, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser…

in den verschiedensten Situationen lässt er mich lagern auf saftigen Grün…wunschlos, zufrieden, selig, in einer Ruhe und Sicherheit, den Pulsschlag und Atem der Welt fühlend.

ER ERQUICKT MEINE SEELE, ER LEITET MICH AUF RECHTEM WEGE seinem Name zur Ehre…

gibt es Krisen, bin ich traurig und mutlos, mache ich mir Sorgen und ist meine Seele unruhig, weiss ich trotz allem, mein Hirte ist bei mir. Wie schwach ist doch oft mein Glaube, wie unsicher lasse ich mich fühlen. Wenn alles in mir zu verzweifeln beginnt, wende ich mich Gott zu. Und er ist da – er erfüllt mein Herz mit Freude, beruhigt den Sturm in mir und zeigt mir den rechten Weg. Er gibt mir klare Weisungen und Friede und Ruhe kommen in mein Herz.

AUCH WENN ES DURCH DUNKLE SCHLUCHTEN GEHT, ICH FÜRCHTE KEIN UNHEIL, denn du bist mir nahe, dein Hirtenstab und Stecken sind mir ein Trost…

auch wenn ich Gott nicht immer spüren kann, vor allem nicht in den dunklen Schluchten – wenn Tränen meine Sicht behindern und Kummer und Sorge mein Herz beschweren, weiss ich, Gott ist da und er sieht mich. Und wenn ich ihm dann erlaube mir nahe zu kommen ist seine Hilfe sofort spürbar.

DU DECKST MIR DEN TISCH UNTER DEN AUGEN MEINER FEINDE, DU SALBST MEIN HAUPT MIT ÖL….du schenkst mir einen vollen Becher ein…

immer bist du bei mir an den schönsten Tagen und im Tal der Tränen da bist du auch.

NUR GUTES UND LIEBES WERDEN MIR ZUTEIL WERDEN, MEIN LEBEN LANG, UND ICH WERDE BLEIBEN im Hause des Herrn bis an das Ende meiner Tage…

nun wo ich verstehe was es heisst am Weinstock zu bleiben, kann ich beruhigt jeden Tag neu mit Gott beginnen. Mich ihm hingeben in der Gewissheit, dass er mich liebt, mich nie aus seinen Augen lässt, ich nie tiefer fallen kann,wie in seine Hand…das ich im Hause des Herrn bin, bis an das Ende meiner Tage. Welcher Trost und Friede ist in seinen Worten…mit ihm…bei ihm…

eure Christine

 

 

 

Pssst…Ruhe finden…

image       Schreiben ist für mich leben, schwimmen, träumen, lieben und meine Seele ausbreiten, wie eine Decke auf der Sommerwiese…

mitteilen und neugierig machen, teilhaben lassen an meinen Empfindungen und meinen Gedanken, mich öffnen, dem Papier Leben zu geben…

das Gefühl des Bleistiftes in der Hand, wenn die Feder übers Papier gleitet, wenn meine Finger die Tasten berühren…

der Duft des Doppelpunktes…

Worte sind Gedanken und ohne sie können wir nicht leben…

Dein Klang der Worte zergeht mir auf der Zunge, 

Sehnsüchte von Freiheit werden wach, schnell und transparent stehen sie da.

Loslassen – wegfliegen – Ruhe um mich, nur das Rauschen des Windes im Ohr.

Gedanken bekommen Kraft und Raum, die Füsse beginnen den Kontakt zum Boden zu verlieren. 

Immer grössere Sprünge…weiter und höher…ich fliege…

Ich träumte Jahrzehntelang, 2-3 Mal die Woche, ich könne Fliegen. Ein kleiner Sprung – und schon erhob ich mich in die Lüfte. Immer höher und höher. Die Arme am Körper angelegt ging es nach oben.

( gerade beim Schreiben habe ich Spiderman vor Augen!)

Ich war mir selber sehr bewusst, und ich schoss gerade in die Höhe, machte Looping und flog in weiten Kreisen und Schlingen. Alles lies ich unter mir zurück und schaute zurück auf Baumwipfel, Kirchtürme und Berge. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich drehte und wendete mich in der Luft, und noch ein Salto und noch ein Überschlag und schoss kerzengerade hoch hinauf, bis zu den Wolken. Ich dachte an nichts sondern gab mich nur diesem Gefühl hin. Ich breitete die Arme aus wie ein Adler und schwebte. 

Eigenartigerweise durchbrach ich nie die Wolken, die waren immer noch über mir…ich begab mich nie aus dem Bereich des Lebens auf Erden…warum auch immer…

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…so beginnt ein Lied…jedoch das wollte ich anscheinend nicht erfahren, alles sollte in Sichtweite sein. 

Das sagte ” damals” viel über mich aus, alles im Blick zu haben, nichts dem Zufall zu überlassen. Vor was hatte ich Angst, vor was wollte ich davonfliegen?

Seit ich mein Leben Jesus gegeben habe und ihm so gut ich kann, nachfolge, hatte ich nie mehr diese Träume. Heute ist mein Leben in Gottes Hand und alles kann ich durch Jesus Christus, der mir Kraft und Stärke gibt.    Philipper 4, 13

Das heisst nicht eine Situation zu leugnen, davor zu flüchten oder sich dieser zu wiedersetzen…sondern, die Bereitschaft zu lernen, mir der Situation umzugehen. 

eure Christine

falsches Denken

   image     Die letzten 4 Wochen war ich sehr von Schmerzen geplagt. Meine beiden Knie machten mir grosse Probleme. Seit Jahren schlängle ich mich mit Gebet und Bewegung an einer OP vorbei, nun jedoch ist die Zeit gekommen, mich dem zu stellen. Ich – und nicht nur ich sind aber im Gebet, ein Wunder kann immer noch geschehen, dass ich 2 neue Knie von Jesus bekomme. 

Ich bin mir total bewusst das sich das für einige, bis viele von Euch, völlig…. gaga …..anhört…aber es wäre nicht das erste Gebetswunder das ich persöhnlich schon erlebt habe. Auch bei meiner Mutter habe ich es erlebt und bei Leuten für die ich, wir beten, sowieso.

Eine Bekannte schickte mir ein Video von …YouTube: von Arthrose in beiden Knien geheilt….ja wie gesagt, nicht unbedingt etwas neues und unglaubliches für mich…eher normal;-)

Nun habe ich ganz schnell einen OP Termin bekommen, wo es normalerweise einige Monate dauert, das alleine sehe ich schon als Geschenk an, das heisst aber nicht dass ich nicht im Gebet noch drann bleibe, und im Glauben fest stehe, dass Gott sein ” Ersatzteillager” aufmacht und der ..braven..Christine 2 neue Knie gibt. Zumal sie ja noch dieses Jahr den versprochenen Ehemann bekommt!! Ich lass mich überraschen ob das mit Krücken sein wird, oder ob wir uns in der Reha gemeinsam ” hatschend” begegnen werden.

Es verblüfft mich immer wieder wie Gott an mir arbeitet, wie er dabei ist, die harte Schale von mir Stück für Stück zu knacken!  Und keine Gelegenheit lässt er vergehen um mir Dinge aufzuzeigen. Jede Situation wird von ihm genützt um mir zu helfen und mich auf den rechten Weg zu bringen.

Meine Tochter sagte mir gleich wie sie den Termin gestern erfahren hatte…ich möchte die ersten 2-3 Tage bei Dir sein, damit ich sehe dass nach der OP alles in Ordnung ist.

Sie hat mich zwar gleich um 1 1/2 Jahre älter gemacht…Mama du gehst auf die 75 zu….und ich nach einer kurzen Schnappatmung, brachte gerade noch heraus: Kind ich werde ERST 74Jahre!!!

Aber gut ich will nicht nachtragend sein.

Und dann kamen meine Beruhigungen sofort für sie…alles kein Problem, ich brauche dich nicht dazu, das schaffe ich schon, mach dir doch keine Mühe…..labalabalaba…..( sie leben alle 4 im Ausland)

Lange Rede kurzer Sinn…ich habe dann doch ja gesagt, weil es für sie so wichtig ist. Ich war ja auch an meiner Mutters Seite, und ich war dankbar dafür…wie kann ich es dann meinem Kind verwehren?

Aber es hat doch ein bisschen gedauert, auf die Stimme in meinem Kopf und in meinem Herzen zu horchen, um zu verstehen. Dann kam auch sofort Freude auf in mir, dass mein Kindi bei mir ist und ich nicht alleine bin.

Und wenn schon dann – denn schon…

…..will ich NUN alles an Mitgefühl, Händchen halten, Bedauern, Kümmern und Ei Ei, was ich nur bekommen kann. Alles nur für mich!!!

Hatte ich noch NIE in 73 Jahren, das kam mir auch in den Sinn…und nun bekomme ich die ganze Ladung!

Sich verwöhnen lassen, Schmerz zuzugeben, Nähe zuzulassen, man kümmert sich….puh ist das schwer! Weil wem will man schon zur Last fallen, na und den Kindern sowieso nicht, die haben ihr eigenes Leben. Und durch Scheidung und Auswandern sowieso genug Last mitgetragen!

Aber wie soll ich mein neues Leben das kommt, mit einem Ehemann leben können, wenn ich nicht ” umsorgtwerden” zulassen und geniessen kann? Das hatte ich mich heute wirklich gefragt. Nach dem dritten Mal, wenn ich zu dem Mann sage: ich kann das schon, das habe ich immer alleine gemacht….

…denke ich mir das er sagen wird: tja meine Liebe, dann bin ich eigentlich überflüssig für dich…..und das hat mich doch erschreckt heute, als ich zu dieser Erkenntnis kam.

Somit beginne ich zu trainieren….und da ich meistens ein schnell -lerner bin, werde ich das alles noch zu einem grossen Teil gebacken bekommen, bevor er, der, welcher kommt!

Hilfe nicht annehmen ist Stolz und Hochmut und ein falsches Denken und falsches Denken ist gefährlich: es ist oft unbewusst – und es ist ansteckend.

eure Christine

wärst du gerne “dein” Freund?

 image              Dadurch dass ich ein ungewolltes Kind bin und Abgetrieben werden sollte, hatte ich mein ganzes Leben Probleme mit dem geliebt werden. Immer war ich auf der Suche nach Freunden, nach Menschen die mich lieben…mich toll fanden…mich bewunderten…

Und die Ablehnung die mit einem herangewachsen ist, hörte ja nicht auf. Es begann schon in der ersten Schulklasse. Wenn ich wo Mädchen stehen sah, bin ich hingegangen. Aber überall wurde ich abgelehnt. Und das war mein Umfeld die ganzen Schulzeit über. Ich bakam auch nur den Freund, der über geblieben ist.  Etwas was mir bis heute ganz stark in Erinnerung geblieben ist, beim Sport wenn 2 Mannschaftskapitäne seine Spieler aussuchen durften, war ich immer die letzte. Mit einem lauten Seufzer sagte derjenige dann: na dann nehm ich HALT die Christine. Zuerst wurde noch um den ” einbeinigen” gestritten, der war noch besser wie ich! Das waren sicher Jahre der Einsamkeit. Ich wusste damals nicht, warum die Kinder mich nicht wollten. Und später wusste ich auch nicht warum Leute mich nicht wollten. Doch jetzt weiss ich, dass meine negative ängstliche Haltung Freundschaften gegenüber, ein Grund dafür war.

Heute weiss ich, dass meine Gedanken und meine innere Einstellung einen enormen Einfluss auf die Menschen um mich herum haben und sogar auf meine Freundschaften. Eine positive, innere Haltung zieht Freunde an. Doch ein negativer Mensch ist schnell isoliert und alleine. Es gibt ein altes Sprichwort: ” Mit einem Tropfen Honig fängt man mehr Fliegen als mit einem Fass Essig”. Die Sehnsucht in mir blieb nach einer Unbekümmertheit, ich wollte das Leben geniessen und somit dem Leben und den Menschen positiver gegenüberstehen.

Die grösste Veränderung erlebte ich durch meine Beziehung zu Gott und als ich in der Bibel las. In Römer 12,2 las ich, und das veränderte buchstäblich mein Leben: Richtet euch nicht länger nach den Masstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet….

Viele Menschen wissen sicher nicht wie ihre negativen Gedanken und Worte ihr Leben beeinflussen. Nur ein Mensch der selber negativ ist, ist gerne mit einem negativen Menschen zusammen. Der glücklich ist oder glücklich sein möchte, findet schnell heraus, dass es überhaupt keinen Spass macht, mit einem negativ eingestellten Menschen Zeit zu verbringen.

Eine Frage: Sind sie ein Mensch, mit dem andere gerne befreundet sind?

Sind sie ein Mensch, mit dem sie selbst gerne befreundet wären?

Ich möchte jemand sein, mit dem andere Zeit verbringen und befreundet sein wollen. Ich möchte dass sie froh sind, weil sie mich kennen, mich treffen um mit mir zu plaudern. Wenn ich irgendwo bin, wo sich viele Leute treffen, möchte ich zu denen gehören, nach denen man Ausschau hält, weil man meine Ausstrahlung mag und es einfach Freude macht, mit mir zusammen zu sein. Um diese Ausstrahlung zu haben, müssen wir zuversichtliche Menschen sein.

Wenn wir für andere ein guter Freund sein wollen, müssen wir auch freundlich sein.! In der Bibel steht…wir ernten, was wir säen..Lukas 10,26-27

Wenn wir mehr Freunde haben wollen, säen wir doch diese Samen!

So lernte ich meine negativen Gedanken durch das Wort Gottes zu erneuern, und fing an, bewusst zuversichtlich zu denken und zu reden. Das wirkt sich positiv auf meine Ausstrahlung aus und wir werden der Mensch sein, mit dem andere gerne zusammen sind…jemand, den andere unbedingt zum Freund haben wollen.

JA ich wäre gerne mein Freund…meistens jedenfalls!!

eure Christine

 

 

Glaube

image      Der Glaube ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis erlangt.

Hebräer 11, 1-2

Ich stärke meinen Glauben jeden Tag neu. Letztens hörte ich eine Predigt über die Helden des Glaubens am Beispiel von Noah. Darin ging es um das Leben von Noah und was wir von ihm über den Glauben lernen können. ER ist einer der Alten, die in Hebräer 11 erwähnt werden. Wie es in dem Vers steht, geht es beim Glauben um Wirklichkeit, die man nicht sieht. Glaube bedeutet, mit dem zu rechnen, worauf wir hoffen. Und es gibt keinen besseren Zeugen für einen solchen Glauben als Noah. Er wurde 900 Jahre alt. Gott trug ihm auf, die Arche zu bauen, und er gab ihm genaue Anweisungen, wie er die Arche zu bauen hatte, wie gross sie werden und wer und was in die Arche hineingehen sollte, bevor die Flut kam.

Und dann lesen wir in der Bibel über ihn: Und Noah tat es, nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er.     1. Mose 6,2

Letztens las ich bei BAYLESS CONLEY wie er sich eventuell ein Gespräch mit Noah heute vorstellen würde:

Noah, was ist Glaube?

Das ist einfach, Glaube bedeutet Vorkehrungen zu treffen.

Wirklich, auf welcher Grundlage?

Auf der Grundlage von Gottes Wort.

Als Gott dir gesagt hat, dass du dich auf eine Flut vorbereiten sollst, hattest du da schon einmal eine Flut erlebt?

Nein, ich hatte noch nie etwas von einer Flut gehört.

Wie lange hast du an der Arche gebaut?

So an die 100 Jahre, plus/minus ein paar Tage.

Du hast 100 Jahre lang vor dich hingehämmert und der einzige Beweis, den du hattest, war Gottes Zusage? War das so?

Ja, du wolltest doch wissen was Glaube ist. Das ist Glaube. Gott sagt etwas und du tust es. Du handelst. Gott hat mir gesagt, dass ich Vorbereitungen treffen soll. Glaube heisst, auf der Grundlage von Gottes Wort Vorbereitungen zu treffen. 

Und wenn es 200 Jahre gedauert hätte?

Dann hätte ich 100 Jahre länger gebaut. Das hätte keinen Unterschied gemacht.

Jesus sagt uns: dein Part ist der Glaube. Vertrau mir, dass ich tue, was du nicht kannst.

Ich traf auch meine Vorbereitungen. Ich schloss meine Pizzeria auf Mallorca, einen Sommer bevor meine Mutter nicht mehr alleine sein konnte. Somit konnte ich in Ruhe nach Wien zurückkehren, um sie zu pflegen. Wie sie mich nicht mehr brauchte streckte ich mich nach einem Umzug aus. Als ich die Worte hörte: du gehst nach Villach….nicht mehr und nicht weniger, begann ich auch meine Vorbereitungen zu treffen. 

Glaube heisst sich vorzubereiten.

Nun bereite ich mich auf den Ehemann vor.

Nun bereite ich mich auf meine beiden Knie OP vor.

Nun bereite ich mich auf eine rasche übernatürliche Heilung vor.

Ich bereite mich auf das vor, was Gott mir verspricht.

eure Christine

 

Hospiz…..Teil 2

Dr. Cicely Saunders

Fortsetzung von Teil 1

        image      

Nach Abschluss des Medizinstudiums begann Cicely Saunders im St. Mary´s Hospital in Paddington Studien zur Schmerzbehandlung von unheilbar Kranken und arbeitete gleichzeitig im St. Joseph´s, einem Hospital für mittellose Sterbende in Bayswater. Dort etablierte sie einen Ansatz der Schmerzbehandlung, nach dem Schmerzmittel kontinuierlich nach Plan verabreicht wurde. Dieser Behandlungsplan war revolutionär, wurden doch vorher Schmerzmittel nur dann gegeben, wenn die Schmerzen des Patenten unerträglich geworden sind. Cicely Saunders erreichte damit sowohl die dauerhafte Reduktion der körperlichen Schmerzen als auch eine Minimierung der mit den Schmerzen verbundenen psychischen Leiden.

Nach umfangreichen Planungen und Sammlungen von  Spenden gründete sie 1967 das St. Christopher´s Hospice in London, benannt nach dem Schutzpatron der Reisenden. Das St. Christopher´s Hospice wurde nach und nach um eine Forschungsabteilung und ein Studienzentrum erweitert und gilt noch heute als Ausgangspunkt der modernen Hospizbewegung, die in den Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen hat. Ohne die Vision, das Engagement, die Kompetenz und die Persöhnlichkeit von Cicely Saunders wäre die Hospizbewegung – nicht nur in England, sondern international – nicht das, was sie heute ist.

Dame Cicely Saunders wurde von der englischen Königin geadelt. Sie arbeitete noch als 70 Jährige im Chefzimmer in Sydenham zwischen Büchern, Bildern, viel christlichem Zierrat  und Bergen von Papier. Und sie zitierte immer wieder David Tasma, wenn sie über St. Christophers und die Hospiz – Idee sprach: ” Ich werde ein Fenster in deinem Haus sein”.

Für sie und ihre Helfer, sagt Dame Cicely, bedeuten diese Sätze eine Verpflichtung zur bedingungslosen Offenheit im Umgang nicht nur mit den Sterbenden und den Trauernden, sondern auch miteinander; und sie bedeuten das unablässige Bemühen, bestmögliche Versorgung in den Dienst einer ganz persöhnlichen Fürsorge zu stellen.

Die Österreichische Hospizbewegung weiss sich besonders dem Ausspruch von Cicely Saunders verpflichtet:” Du bist wichtig, weil du du bist und wir werden alles für dich tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern leben kannst bis zuletzt”.

Den anderen sehen und auch sich selbst

den anderen zuhören und auch sich selbst

dem anderen geben und auch sich selbst

den anderen ernst nehmen und auch sich selbst

für den anderen sorgen und auch für sich selbst

für den anderen Zeit nehmen und auch für sich selbst

dem anderen Raum geben und auch sich selbst

den anderen lieben und auch sich selbst

von Max Feigenwinter

eure Christine

 

 

ein Mann wird kommen….2

image      Nichts tut sich…kein Licht am Ende des Tunnels….nichts an Männern in Sicht….

..letztens beim Radfahren habe ich mit einem gesprochen…wau da schaut ihr was???? 

..ich habe schon mit einem gesprochen!!!!

..der wollte dann auch wissen wo ich wohne, sogar die Hausnummer auch noch dazu…na da hab ich doch echt zum stottern angefangen…..8 ah nein 6….nein Sorry doch 8….tja wer hat denn damit so rasch gerechnet, das diese Frage im Raum steht????

2016 solls sein, dass das Glück ums Eck kommt….na 6 Monate sind schon durch, jetzt heisst es : Augen auf, Augen auf….ist er schon im Anmarsch???

Zurück zu dem Herrn mit der Hausnummer. Kleiner war er, ham ma scho ghabt, auch nix neues…wolln ma aber nimma mehr!

Keinen Bock dass er beim Hochzeitstanz sein Kopferl auf meinen Busen legt!!

Kurze Fingerln hat er ghabt….gut kommen die Handschuhe im Winter billiger, aber das ist es ja auch nicht, oder?

Aber sparsam wie ich bin, muss ja schauen dass für mich mehr bleibt, d’Fusserln waren auch zierlich. Da hätte er für die Hochzeit ein paar Schuhe von mir anziehen können, das wär gegangen!

Aber da mir ja gesagt wurde…ER, der welcher…..wird MICH ansprechen, musste ich den netten Mann seiner Wege gehen lassen, am Ende doch mit der falschen Hausnummer 😉 weil ich hatte ihn ja angesprochen…und das gilt nicht…ätschipätsch….also heisst es weiter warten.

Geduld, ist gefragt….aber die Zeit lauft und das Alter mit, die Falten kommen auch schneller wie die monatliche Pension und ausserdem hab ich Euch noch gar nicht erzählt:

Ich bekomme zwei neue Knie!!! Schlechter Tausch, statt Ehemann neue Knie. Ich sah mich mich schon mit einem Blütenkranz im Haar, weil das macht mich so jugendlich…mit einem wallenden Sommerkleid ( wallend darum, weil das ist der Körper schon gewohnt :(….) dem einzigen entgegenlaufen. Und nun?

Wird es ein Tanz mit den Krücken, ein langsames schleichen mit dem Rolator, ein Blick in liebestrunkene Augen mit dem Spittal Nachthemd am Rücken offen, oder ein Liebestreffen in der Reha?

Gut den Blütenkranz halte ich als Plan A fest, alles kann ich jetzt nicht umkrempeln und über den Haufen werfen, irgndwas brauche ich um nicht zu verzagen!

ich verspreche Euch, ich halte Euch am Laufenden!!!

eure Christine

 

 

Schluss mit Lügen

image      Ich  lese gerade das Buch, dass Ihr oben in dem Foto seht.

Schluss mit:

was denken die anderen von mir?

Schluss mit Lügen

Schluss mit falscher Selbstverleugnung

Schluss mit der Verdrängung von Wut, Traurigkeit und Angst

Schluss mit Schuldzuweisung

Schluss mit Überengagement

Schluss mit falschem Denken

Schluss mit einem fremdbestimmten Leben

 

Zwischendurch denke ich immer wieder, nun bin ich durch, nun habe ich es geschafft. Die meisten Berge sind bestiegen und ich bin wieder im Tal angekommen. Die tiefen Täler sind durchgangen. Na und die ” kleinen” Hügerln, die sind ein Klax. Aber dem ist nicht so! immer wieder kommt was Neues….wieder steht was an, also mit dem ” ausgelernt haben”!!! das ist noch lange nicht so. Wie perfekt ist der Mensch programiert, sich und den anderen etwas vorzumachen. Komisch wie alt man werden muss bevor man sich auf den nicht leichten Weg macht, das zu ändern.

Dieses Buch fragt, wie man heute Jeus folgen kann – und woher wir den nötigen Mut nehmen, das aufzugeben, was nicht zu einem Leben passt, in dem es vor allem um das Reich Gottes und um Gottes Herrschaft geht. Die Vorstellung, aufzugeben ist vielen völlig fremd. Ein Packet aufzugeben oder die Mitgliedschaft in einem Fitnesstudio, den Vertrag eines Buchglub zu beenden, das meine ich damit nicht. Aufgeben, hinschmeissen, kapitulieren – das sind keine Eigenschaften, die wir bewundern, weder bei uns noch bei anderen.

Wenn wir aufgeben, was uns oder anderen schadet, gewinnen wir damit die Freiheit, für unser Leben und unsere Beziehungen Wege zu wählen, deren Ausgangspunkt Liebe ist und die damit zu Wegen ins ” Leben” werden. 

Daran bin ich gerade eben,  mich wieder für ein neues Stück Freiheit zu entscheiden.

Wenn wir die Furcht aufgeben was andere über uns denken, wählen wir Freiheit.

Wenn wir Lügen ( Notlügen) aufgeben, wählen wir Wahrheit.

Wenn wir Schuldzuweisungen aufgeben, wählen wir Eigenverantwortung.

Wenn wir falsches Denken aufgeben, wählen wir ein Leben in der Realität.

in Epheser 4,22-25 schreibt Paulus dazu:

…ihr sollt euer altes Leben ablegen….zieht das neue Leben an…..ihr gehört zu Gott und lebt so,wie es ihm gefällt…belügt einander also nicht länger, sondern sagt die Wahrheit….

Wenn wir aus den richtigen Gründen aufgeben, verändert uns das. etwas in uns löst sich wenn wir endlich sagen: so nicht mehr, jetzt ist Schluss.

Ich glaube das ist ein grosser Schritt, wenn man beginnt diesen Schritt zu gehen. Weil wir sind so erzogen worden:

zeig niemals deine Gefühle

gib nicht an

gib keine Widerworte

sei immer freundlich

kämpfe nicht

sei immer nett

Autoritäten muss man immer gehorchen

sei stets pünktlich

Hochmut kommt vor dem Fall

Somit haben wir gelernt uns bezüglich unserer Wünsche und Bedürfnisse selber zu belügen. Wir beschneiden wichtige Teile unserer Persöhnlichkeit. Wir beschränken unsere von Gott gegebene Entscheidungsfreiheit ein und beschneiden damit unser wahres Ich, so wie Gott es siehst.

Es gibt ja viele Dinge die einem passieren. Jemand sagt etwas was einem verletzt, aber man will ja nicht zickig erscheinen. Man bekommt eine Rechnung die höher ist wie vorhergesagt. Die anderen schlagen den Film vor, den man eigentlich gar nicht sehen wollte und für den man auch nicht das Geld ausgeben wollte. Beziehungen die nicht mehr gesund sind aufrecht zu erhalten, nur weil man nicht weiss, wie man sie beenden sollte……und und….immer diese kleinen Sachen, eigentlich willst du es gar nicht, aber nein sagen ist auch so schwierig. Die Wahrheit zu sagen, muss man üben. Anfangen die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und dem anderen nicht anzulügen, anzuschummeln, Notlügen zu gebrauchen, zeigt auch von Respekt dem anderen gegenüber, der es verdient die Wahrheit zu erfahren. Daraus entsteht ein Umgang miteinander in Respekt – Ehrlich – Direkt – Klar – und das kostet Energie. 

Bei diesem Lernen dürfen wir auch ” gnädig” mit uns selber sein und uns Zeit nehmen, es einzuüben.

 

Hospiz…..Teil 1

Im Jahr 2000 habe ich meine Pizzeria auf Mallorca abgegeben. Die  Zeit dazu war gekommen, nach 30 Jahren Gastronomie.  Ausserdem ging es meiner Mutter zunehmend schlechter, sie hatte eine – bis heute, unerforschte Nervenkrankheit bekommen wobei sie immer weniger alleine Leben konnte. So entschloss ich mich auf Mallorca meine Zelte abzubrechen. Ich wartete noch den 2-ten Geburtstag meines ersten Enkelkindes ab und flog den Tag darauf mit 2 Reisetaschen nach Wien. 

Im Jahr 2002 und 2009 machte ich dann eine Ausbildung zur Sterbebegleitung in Wien. In dem Pflegeheim wo meine Mutter ihre letzten 3 Jahre verbrachte, übernahm ich nach ihrem Tode auch ehrenamtliche Betreuungen und Sitzwachen. 

Sitzwache…. nennt man das neben einem sterbenden zu sitzen, damit er nicht alleine ist auf seinem letzten Weg hier auf Erden.

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Die Begründerin der modernen Hospizbewegung starb kurz nach ihrem 87. Geburtstag in dem von ihr gegründeten St. Christopher´s Hospice in London. Die Welt verdankt ihr einen besseren Umgang mit sterbenden Menschen und ihren Angehörigen und eine wissenschaftliche fundierte Schmerztherapie.

Dr. Cicely Saunders starb am 14. Juli 2005

Cicely Saunders wurde 1918 in Barnet, Hertfordshire/ England, als ältestes von drei Kindern geboren. Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs begann sie 1944 eine Ausbildung zur Krankenschwester. Anschliessend arbeitete sie als Sozialarbeiterin in Oxford. 1947 lernte sie David Tasma kennen und verliebte sich in ihn. Aber David hatte unheilbaren Krebs und er lag im Sterben. Dieser David Tasma hatte den Holocaust im Warschauer Ghetto überlebt und er war erst 40 Jahre alt. In den letzten 2 Monaten seines Lebens besuchte ihn Cicely Saunders sooft sie konnte auf der chirurgischen Station eines grossen, lauten, voll belegten Londoner Krankenhauses.

Die beiden reden und träumen von einer Umgebung, in der David nicht nur Linderung seiner Schmerzen findet, sondern auch genug Raum und Zeit, ins reine zu kommen mit einem offenbar unerfüllten und sinnleeren Leben.  Die Idee gewann Gestalt in diesen Gesprächen und David Tasma vermachte ihrer Verwirklichung alles Geld, das er hatte: 500 Pfund. Cicely Saunders nannte ihn immer wieder den wahren Begründer von St. Christopher´s Hospice, den ” Gründungspatienten”, obwohl das Haus in Sydenham, einem stillen, bürgerlichen Vorort im Südosten Londons, erst 20 Jahre später seine Tore öffnen konnte.

Im Alter von 33 Jahren begann Cicely Saunders ein Medizinstudium, um sich – neben ihrer direkten Arbeit am Krankenbett – der Erforschung von Behandlungsmethoden zu widmen, die denjenigen helfen sollen, denen nach landläufiger ( auch medizinischer) Überzeugung nicht mehr zu helfen war. Sie begründete damit die Palliativmedizin und palliative Pflege, die – eingebunden in den hospizlichen Grundgedanken der Sorge um den “ganzen” Menschen – die Sprachlosigkeit und Handlungsohnmacht des traditionellen kurativen Medizinbetriebs aufbrechen sollte.

Teil 2 folgt…

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KURSINHALTE  meiner Ausbildung:

Idee und Ziele der Hospizbewegung

Persöhnliche Auseinandersetzung mit Leben und Sterben, Krankheit und Tod

Psychische,physische, soziale und spirituelle Bedürfnisse

Schmerz/ Schmerzlinderung, Symtomkontrolle

Kommunikation mit Sterbenden, Wahrhaftigkeit am Krankenbett

Begleitung in der Zeit der Trauer

Hilfen für die Pflege von Schwerkranken

Ethische und rechtliche Fragen

Ehrenamtliche Mitarbeit im Hospizdienst

Eure Christine