Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich
(afrikanisches Sprichwort)

Die Seligkeit, sich geliebt zu fühlen, mindert jeden Schmerz
(Ugo Foscolo)

Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean Verstand
(Blaise Pascal)

SaveOne - Heilung der seelischen Wunden nach einer Abtreibung

Jeder muss seinen Frieden in sich selber finden, und soll der Friede echt sein, darf er nicht von äußeren Umständen beeinflußt werden
(Mahatma Gandhi)

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt
(Albert Einstein)

 

Monthly Archives: Dezember 2013

…bin ich Martha oder bin ich Maria?

Jesus sagt: Martha, Martha du machst dir zu viele Sorgen um Dinge, die im Grunde gar nicht so wichtig sind.

Jesus will damit sicher nicht sagen..bleib sitzen und tue nichts.

Aber die Situation ist ausschlaggebend, einmal ist tun angesagt, einmal still sitzen.  Oftmals aber ist es wichtiger einen Termin “mit” Gott zu haben….als einen Termin “für” Gott. Wie viele Termine habe ich für Gott…und wie wenige mit Gott?

Ich glaube nicht dass Gott von mir erwartet, ohne Rast und Ruhe zu sein.

Der Takt muss stimmen…Ruhn und Tun, Beten und Arbeiten, Einatmen und Ausatmen, Einsteigen und Aussteigen…

Beides hat seine Zeit, beides will Gott.

Bin ich nun Martha oder Maria?

Ich gehöre zu denen die nicht gerne stillsitzen können, ich bin ein Anpacker und ein Haudrauf …so habe ich es gelernt, so wurde ich erzogen –wenn ich es nicht mache, wer macht es dann?

Wir sind stärker geprägt, als wir denken. Wer bin ich?

Ich erkenne in mir viele Martha Anteile—und immer öfter sagt Gott zu mir: Kind, setze dich hin, werde still, ich bin ja da, höre mir einfach zu und vertraue mir. Und vertraue, dass andere es auch können — das Reich Gottes wächst auch ohne dich… ( na das musste ich auch erst verdauen)

Gott sagt: ihr  braucht erst mal Ruhe

ihr braucht erst mal Luft

seid frei von den Sorgen

dafür sorge ich

ich still eure Hetze

ich still euren Jammer

ich gebe euch Kraft

betet und glaubt nur an mich.

Jesus ist immer da und ich nehme mir die Zeit, zu seinen Füssen zu sitzen, still zu werden, ihm zuzuhorchen und ihm zu begegnen. Und wenn der Alltag es verlangt, dann kremple ich meine Ärmel hoch und helfe mit, wo ich gebraucht werde.

Immer wieder und wieder will ich Maria sein, um dann auch wieder Martha zu sein–für Menschen, zu denen Gott mich schickt.

Wenn ich NIE Maria bin, kann ich auch auf Dauer NIE  Martha sein.

 

Das hat mir Gott hier gelernt, in dem schönen Kärntner Land, in meiner Sabbat Zeit, ich gehe anders zurück als ich gekommen bin!

Verwandlung

 

Wie ist es mir ergangen im vergangenen Jahr, dass möchte ich an der Geschichte des Adlers Euch berichten:

 

Der Adler ist aufgefordert in der Mitte seines Lebens ( bin ich nicht mehr, dennoch) all das abzustreifen, was in den Jahrzehnten zu viel wurde. Nur dann hat er Aussicht auf Verlängerung seines Lebens. Er fliegt in seinen Horst und reisst sich die überflüssigen Federn aus. Sein Federkleid wurde so schwer, dass ihn das Gewicht in den Tod drücken würde. Danach beginnt er seine viel zu langen Krallen zu stutzen. Denn die Krallen, mit denen er Beute schlug, wurden überlang. Als nächstes sein Schnabel; auch dieser ist viel zu lange, zu gross. Er kann sich damit nicht mehr ernähren. So schlägt er seinen Schnabel an den Felsen, der poröse Teil bricht ab und die Schärfe kommt hervor. Das ist ein schmerzender und zugleich heilender Prozess. Er nimmt sich dafür Zeit. Jetzt ist er nackt und muss versorgt werden. Er hat nichts mehr.

 

So hat sich meine Zeit in Kärnten hier angefühlt. Alte Muster auf allen Ebenen meines Seins, vor allem im Geistlichen, wurden und werden noch abgestreift.

Grundgefühl war: Einsamkeit, Heimatlosigkeit, keine Freunde.

Grundgefühl waren aber auch: Ruhe und Stille, die Nähe zu Gott, die Natur, die Freude am Leben.

Der neue Mensch in mir kann danach wachsen. Freude erfüllt mich bei diesen Gedanken, verwandelt zu werden in das Bild, das Gott vor Grundlegung der Welt, von mir gezeichnet hat. Hinein in die innigste Beziehung mit Gott.